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Ökumene
Erste Mahnwache 07.02.2025
Bündnis für Vielfalt und Toleranz
Jeden Freitag im Februar bis zur Bundestagswahl stehen wir ab 16 Uhr gemeinsam auf dem Marktplatz gegen Ausgrenzung jeglicher Art. Am 07.02.2025 kamen über 40 Menschen in Polch zusammen gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Wir setzen ein Zeichen für Menschlichkeit und Toleranz und ein Zeichen gegen jegliche Form der Ausgrenzung und des Rassismus.
Jeder ist eingeladen an den Mahnwachen im Februar teilzunehmen.
Am 22.02.2025 treffen wir uns zur Demonstration ab 11 Uhr an der Maifeldhalle in Polch und gehen dann gemeinsam unter Begleitung des Bauwagen zum Marktplatz in Polch zu einer Abschlusskundgebung mit Musik.
Bei Fragen und Wünschen wendet ihr euch bitte an Willi Schlichter, seine Kontaktdaten findet ihr unter dem Punkt Kontakte.















Fachstelle Frühe Hilfe
Elternsein ist schön…
… und es verändert das Leben von Müttern und Vätern auf vielfältige Weise. Vor Ihnen liegt eine schöne Zeit mit kleinen und großen Herausforderungen.
Viele Eltern haben Fragen:
- Wie werden wir gute Eltern?
- Wie können wir dafür sorgen, dass sich unser Kind gesund und altersentsprechend entwickelt
- Warum weint mein Baby so viel?
Zur Stärkung, Unterstützung und für Informationen und Anregungen steht Ihnen das Team der Fachstelle Frühe Hilfen gerne zur Seite. Gemeinsam wird mit Ihnen und Ihrer Familie nach passenden Lösungsmöglichkeiten gesucht.
Angebote der Fachstelle

Begegnung
In den offenen Baby- und Eltern-Kind-Treffs haben Sie die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Eltern und Kindern zu knüpfen. Sie finden in verschiedenen Orten des Landkreises statt.

Bildung
Veranstaltungen und Online-Angebote zu den
Themen:
- Kindergesundheit: Erste Hilfe bei Babys und Kindern, Ernährung, Zahnpflege
- Kindliche Entwicklung: Sprache, Spielen, Medien, Motorik, etc.
- Elternkurse SAFE: Sichere Ausbildung für Eltern zur Förderung einer sicheren emotionalen Bindung 10 Treffen / 20. SSW bis zum 1. Lebensjahr
- Feinfühligkeitskurs: — Wie das Baby mit uns spricht —
- Hausbesuchsprogramm “Schritt für Schritt”: Regelmäßige Hausbesuche durch Ehrenamtliche für Kinder vom 6. Lebensmonat bis zum 3. Lebensjahr. Spielend werden die Kinder in ihrer Entwicklung begleitet.
- Gruppenangebot für Eltern mit psychischen Belastungen
- Information des Fachpersonals
Beratung
- allgemeine Beratung: vertraulich — persönlich — kostenfrei
telefonische Beratung - Online-Beratung
- Schwangerschaftsberatung
- Beratung zur Entwicklung des Kindes / Entwicklungspsychologische Beratung z.B. bei Schlafschwierigkeiten, Schreibabyberatung, Bindungsentwicklung
Außenstelle im @viedel in Polch
Beratung und Begleitung werden auch in unserer Außenstelle in Polch angeboten.
Hier finden Sie außerdem:
- offene Elterntreffs, Stilltreff,
- Schwangerschaftsberatung,
- Entwicklungspsychologische Beratung,
- sowie Kurse mit Hebammen, z.B. Geburtsvorbereitung und Babymassage
Genaue Termine und weitere Angaben: www.fruehehilfen-myk.de
Folgt uns auch gerne unter:
Über uns
Wir sind ein multiprofessionelles Team von Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagoginnen und Diplom-Pädagoginnen mit verschiedenen Qualifikationen (Systemische Beraterin, systemische Familientherapeutin (DGSF), Traumapädagogik, Entwicklungspsychologische Beratung, interkulturelle Kompetenz, SAFE-Mentoren,….)
Hauptsitz
Caritas-Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen, St.-Veit-Str.14, 56727 Mayen
Nebenstelle
Isabel Schönig, Bachstraße 19, 56751 Polch (@viedel) 0170 5854017
Träger der Fachstelle Frühe Hilfen:
Träger der Fachstelle Frühe Hilfen sind der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und die Evangelische Kirchengemeinde Maifeld.


Gefördert von:
Kreisjugendamt Mayen-Koblenz und Verbandsgemeinde Maifeld
Ein Förderverein begleitet die Arbeit der Fachstelle Frühe Hilfen
Seit 1997 begleitet unser Förderverein die Fachstelle Frühe Hilfen bzw. deren Vorläuferprojekte.
Wir unterstützen die Arbeit der Fachstelle in vielfältiger Weise:
Hilfe für werdende Eltern und Familien mit Babys und Kleinkindern:
- Übernahme von Kursgebühren
- finanzielle Hilfen für Familien in Notlagen
- Fahrdienste und persönliche Unterstützung
Zuschüsse an die Fachstelle für Frühe Hilfen z.B. für:
- Ausstattung der Elterncafés mit Spiel- und Arbeitsmaterial
- Finanzierung von Referenten und Kursen
- Finanzierung von Familienwochenenden und Ausflügen
und durch die Gewinnung von Sponsoren.
Kontakt:
Lothar Kalter, 1. Vorsitzender
Schützenstr. 40, 56299 Ochtendung 0177 465 1829, lothar.kalter@web.de
Spendenkonten des Fördervereins:
DE31 5765 0010 0040 0076 43
Kreissparkasse Mayen
DE 89 5776 1591 0008 0688 00
Volksbank RheinAhrEifel eG
Rundbriefe von Ekupholeni
Weitere Rundbriefe finden Sie hier:
Weltgebetstag der Frauen 2018

Surinamische Christinnen dankten mit der Liturgie des Weltgebetstage und mahnten zugleich: „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“, zerstört sie nicht, helft sie zu bewahren.
Mit Texten, blauen Schmetterlingen und den Früchten des Landes vor dem Altar verbildlichten Frauen des Maifelds in einem ökumenischen Gottesdienst das Motto des diesjährigen Weltgebetstages.

Surinam liegt im Nordosten Südamerikas, zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana. Das kleinste Land Südamerikas ist so selten in den Schlagzeilen, dass viele Menschen nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent es sich befindet. Auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland vereint das Land afrikanische und niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse.
Dank seines subtropischen Klimas ist eine vielfältige Flora und Fauna entstanden mit üppigen Riesenfarnen, farbenprächtigen Orchideen und über 1.000 verschiedenen Arten von Bäumen. Rund 90 Prozent Surinams bestehen aus tiefem, teils noch vollkommen unberührtem Regenwald. Ameisenbären, Jaguare, Papageien und Riesenschlangen haben hier ein Zuhause gefunden. Surinams Küsten eignen sich zwar nicht als Badestrände, dafür legen an den unberührten Stränden des Galibi-Naturreservats riesige Meeresschildkröten ihre Eier ab. Doch das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Export der Rohstoffe Gold und Öl und war es bis 2015 auch vom Bauxit. Schwanken die Preise auf dem Weltmarkt, so trifft dies den surinamischen Haushalt empfindlich. Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar. Während der massive Rohstoffabbau die einzigartige Natur Surinams zerstört, fehlt es in Politik und Gesellschaft des erst 1975 unabhängig gewordenen Landes an nachhaltigen Ideen für Alternativen. Dass das Gleichgewicht in Surinams Gesellschaft aus den Fugen gerät, wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.
Der Weltgebetstag am 2. März 2018 bot Gelegenheit, Surinam und seine Bevölkerung etwas näher kennenzulernen.
Ökumenische Frühschichten in der Passionszeit
Einladung zur Frühschicht
Wir auf dem Maifeld haben die gute Tradition ökumenischer Frühschichten in der Passionszeit.
Kommen Sie doch auch und machen Sie mit, wenn wir in aller Frühe in der Passionszeit miteinander Gottesdienst feiern und miteinander frühstücken!
Wir treffen uns jeden Freitag in der Passionszeit um 6 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum in Polch
Nach der Andacht, um ca. 6.30 Uhr, gibt es ein gemeinsames Frühstück. Essen und Getränke stellen die Kirchengemeinden.
2017
Ich bin, weil du bist
Ökumenische Frühschicht zum Hungertuch 2017
Es gehört zum Wesen des Menschseins, Teil eines Beziehungssystems zu sein. Damit ist aber über Inhalt und Qualität menschlicher Gemeinschaften noch nichts gesagt. Das aktuelle Hungertuch des nigerianischen Künstlers Chidi Kwubiri weist uns darauf hin, wie Menschen einander näher kommen und Zukunft gestalten können. Wir können auf Augenhöhe einander begegnen. Gegenseitige Teilhabe kann unser Zusammensein bestimmen. Darin entdecken wir den Willen Gottes, so wie die Bibel ihn uns vermittelt. In den ökumenischen Frühschichten wollen wir uns mit diesen Inhalten auseinandersetzen.
Ingo Schrooten
2016
Niemand kann zwei Herren dienen.
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Mt 6,24)
Ökumenische Frühschicht zum Hungertuch 2015
Gold tötet:
Der große goldene Stein in der Bildmitte erinnert an einen Meteorit, der bald auf der Erde aufschlägt und Zerstörung bewirkt. Die Erde, unten im Bild, zeigt schon deutliche Spuren von Zerstörung: nur noch Grau ist erkennbar, das Einzige, was von der Farbigkeit von Wasser und Land, Pflanzen und Tieren, übrig geblieben ist. Und ebenso ist der Himmel,oben im Bild, nur noch grau. Die Luft ist verschmutzt. Die Gier nach Gold und Geld, nach der Verwertung von allem und jedem auf unserer Welt, hat unglaubliche Zerstörung angerichtet. Ganze Kulturen wurden ausgelöscht. Und auch aktuell ist die Gier nach Gold und Geld verantwortlich für die Verwüstung von Lebensräumen, für Krieg, Vertreibung, Ausbeutung und Armut.
Die Herrlichkeit Gottes
Das halbabstrakte Bild des chinesischen Künstlers Dao Zi lässt aber auch einen anderen Blick zu: In der christlichen Kunst dient Gold oft zur Darstellung des Heiligen. Der große goldene Stein, ein Stein des Anstoßes, der zum Eckstein wird, weist uns auf die Herrlichkeit Gottes hin, auf die Ausstrahlung des Messias Jesus, auf das Strahlen unserer Hoffnung. Gottes Versprechen, dass die Welt Heimat wird für jedes Geschöpf, dass jeder und jede das bekommt, was sie braucht, wird Wirklichkeit: „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem. Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas.“ (Off 21,1.2.18)
Ingo Schrooten
Weltgebetstag der Frauen 2017
Frau Gerechtigkeit fragt: „Was ist denn Fair?
Ökumenischer Weltgebetstag 2017 in Polch
Ein bunter Strauß Informationen und Ideen, gestaltet von einer Gruppe Frauen aus dem Maifeld, füllte den Gottesdienst und brachte den Gottesdienstbesuchern das diesjährige Gastland – die Philippinen – und seine Probleme und Stärken näher.

Eine informativ kommentierte bunte Palette von Bildern gab zunächst einen groben Einblick. Die Philippinen mit ihren 7107 Inseln sind ein Land der Gegensätze. Unberührte, exotische Natur der Korallenriffe bzw. der bis zu 2954m hohen Bergregionen stehen überbevölkerten Großstädten mit Betonwüste, Slums und riesigen Müllbergen (Smokey Mountains) gegenüber. Existentielle Bedrohung durch Wirbelstürme und zwanzig aktive Vulkane einerseits, Ausbeutung von Arbeitskraft, Korruption, Mißachtung der Frauen, andererseits, machen den Alltag zum täglichen Überlebenskampf. Und dennoch sind die Menschen dort – getragen von Spiritualität und Dagyaw, einer Form der Nachbarschaftshilfe – bewundernswert fröhlich und stark. Die auf den Philippinen gelebte Spiritualität wird auch in den melodischen und tiefsinnigen christlichen Liedern des Landes, die auch im Gottesdienst gesungen wurden, spürbar.
Mit Blick auf die politische und humane Situation auf den Philippinen trat im Gottesdienst Justizia, Frau Gerechtigkeit, erkennbar an Augenbinde und Waage, vor die Gottesdienstbesucher und erklärte: „Der Geist Gottes zerrt an meiner Augenbinde, fordert mich auf, sie abzunehmen, sehend zu werden, sehend für brodelndes Unrecht unter den Menschen. Ich lade Euch ein streift auch ihr, eure Augenbinde ab, die Euch blind macht und seht genau hin. Was ist denn fair? Lasst Euch von Gott bewegen. Traut seiner, eurer Vision von Gerechtigkeit! Handelt! Fair-ändert die Welt!“

Doch das menschliche Gerechtigkeitsempfinden stimmt nicht immer mit Gottes Vision von Gerechtigkeit überein. Dies zeigte anschließend das Gleichnis vom Weinbergbesitzer aus dem Matthäus-Evangelium. Die Geschichte vom Weinbergbesitzer, der allen Arbeiterinnen, egal wie lange sie gearbeitet hatten, den gleichen Lohn zahlte, wurde in einem pantomimischen Anspiel verdeutlicht und anschließend von den Frauen des Vorbereitungsteams kritisch ausgelegt.
Nach dem Gottesdienst war bei landestypischem Gebäck und fairem Kaffee Gelegenheit zu angeregten Gesprächen. Der Eine-Welt-Laden der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern hatte außerdem eine breite Palette fairer Produkte mitgebracht und lud zum Stöbern ein. Das Vorbereitungsteam bedankt sich bei allen, die am Weltgebetstag mitgewirkt haben und durch ihre Spende ganz konkret die Projekte des Weltgebetstags unterstützen.
Eva Wagner
Unser Leitbild
Wir wollen sein ein Haus mit offenen TürenWir wollen Herberge sein für Menschen, die Heimat suchen. Wir wollen von den Erfahrungen der Anderen lernen.Wir wollen eine einladende Gemeinschaft sein:offen für Hilfe- und Sinnsuchendeoffen für Ausgegrenzteoffen für Fremde und Flüchtlingeoffen für alle, die sich auf unseren Grund, Gottes Wort, einlassen wollen |
Wir wollen sein ein Haus mit offenen TürenWir wollen als Gemeinschaft verbindlich miteinander leben. Wir wollen uns gegenseitig stärken und Mut machen in unserem Glauben. Wir wollen regelmäßig zusammenkommen und unsere Zusammengehörigkeit miteinander und vor Gott feiern.Wir wollen eine verbindliche Gemeinschaft sein:im Gottesdienst und in der Mahlgemeinschaftim Anteilnehmen und gegenseitigen Helfenim gleichberechtigten Umgang miteinanderim Feiern und Trauern |
Wir wollen sein ein Haus mit offenen TürenWir haben als Christen den Auftrag Gottes, seinen Willen bekannt zu machen, durch Wort und Tat, vor unserer Tür und weltweit.Wir wollen eine tätige Gemeinschaft sein:für eine parteiliche Zuwendung zu den Opfern,den Armen, Machtlosen und Unterdrücktenfür Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfungfür ein Gegenmodell zu den „Sachzwängen“ in Politik und Wirtschaftfür ein deutliches Nein zu sozialer Ungerechtigkeit, Kriegstreiberei und Rassismusfür ein partnerschaftiches Miteinander von Christen und von Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen. |
Wir wollen sein ein Haus mit offenen TürenWir vertrauen auf Gottes Zusage einer gerechten und friedvollen Welt. Wir versuchen, Gottes Verheißung durch unser Tun Wirklichkeit werden zu lassen.Wir wollen eine visionäre Gemeinschaft sein:indem wir Enttäuschungen zum Trotz den Verheißungen Gottes trauen und daraus Kraft schöpfen.indem wir Resignation, Verbitterung und Verhärtung widerstehen und nicht aufgebenindem wir bereit sind, ausgefahrene Wege zu verlassen und neue zu gehen |
Wir wollen sein ein Haus mit offenen TürenWir glauben, dass Gott für uns Menschen da ist. Er hat uns durch sein Volk Israel in seine Familie aufgenommen; Jesus Christus ist unser Bruder, Wir leben im Vertrauen auf Gottes Liebe und sein Wort.Wir verstehen uns als eine glaubende Gemeinschaft:angenommen durch Gottes vorbehaltlose Liebehandelnd nach Gottes Gebot, seine Torahbefreit durch Jesu Liebe bis zum Tod am Kreuz und seine Auferweckunggestärkt durch Gottes lebendige Gegenwart |
Maifelder Thesen zum Verhältnis zwischen Christen und Juden
Als evangelische Christen auf dem Maifeld sind wir stolz darauf, dass unsere Kirche schon 1980 einen Beschluss „zur Erneuerung des Verhältnisses zwischen Christen und Juden“ gefasst hat und diesen 2005 ausdrücklich bestätigte. Nach ausführlichen Gesprächen haben wir Thesen zu unserem Verhältnis zu unseren jüdischen Geschwistern formuliert. Sie sollen uns in unseren Beziehungen vergewissern und leiten und stehen auf der Grundlage dessen, was viele vor uns schon gedacht und formuliert haben:
1) Wir Christen beten mit den Juden den gleichen Gott an.
Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist auch der Gott und Vater Jesu. Das Volk Israel wurde als erstes von Gott erwählt. Durch den Juden Jesus sind Menschen aus anderen Völkern und damit auch wir als die jüngeren Geschwister im Glauben hinzugekommen. Wir sind durch Jesus Christus auf Dauer mit dem Volk Israel verbunden.
2) Wir Christen müssen die bleibende Erwählung des Volkes Israels durch Gott bekennen.
Dass Juden anders zu Jesus stehen als wir Christen, darf nicht in christlicher Sicht dazu führen, ihnen ihre Erwählung und ihr besonderes Gottesverhältnis abzusprechen. Eine christliche Mission unserer jüdischen Geschwister schließen wir aus.
3) Wir Christen stützen uns mit den Juden auf die Autorität der Bibel.
Mit Israel haben wir die Bibel als Gottes Wort empfangen (die Juden nennen sie „Tenach“ und wir Christen das „Alte Testament“). Im Wissen darum, dass Juden und Christen sie z.T. anders auslegen, auch dass wir Christen das „Neue Testament“ als zusätzliche Offenbarung Gottes anerkennen, dürfen wir mit den gemeinsamen Texten nicht enteignend umgehen.
4) Wir Christen erkennen mit den Juden die überragende Wichtigkeit von Gottes Weisung, seiner Thora, an.
Im Zentrum der Weisung Gottes steht die Bemühung um die unveräußerliche Würde und Heiligkeit des Menschen. Mit Israel sehen wir in Gottes Thora und seinen lebensermöglichenden Weisungen die Gute Nachricht Gottes, sein Evangelium: Er liebt uns und traut uns viel zu.
5) Wir Christen erwarten mit den Juden einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.
Unsere Ausrichtung auf eine heilvolle Zukunft sollte eine gemeinsame Besinnung auf die Aufgaben und Chancen der Gegenwart hervorbringen. Juden und Christen müssen sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.
6) Wir Christen bekennen den Staat Israel als Zeichen der Treue Gottes.
Wir Christen wissen, dass das Land Israel den Juden als Zentrum des Bundes zwischen ihnen und Gott verheißen wurde und erkennen die zentrale Bedeutung der Errichtung des Staates im gelobten Land an. (Wir dürfen unsere Geschwister daran erinnern, dass Gott gegenüber allen Nichtjuden, die im Staat Israel leben, Gerechtigkeit gebietet.)
7) Wir Christen erkennen die christliche Mitverantwortung und Schuld an den Verbrechen in den Zeiten des Nationalsozialismus und sehen die Trauer mit unseren jüdischen Geschwistern und den Kampf gegen jeden Antisemitismus als unsere Aufgabe an.
Ein kritischer Umgang mit den antisemitischen Tendenzen im Neuen Testament gehört ebenso dazu wie die Auseinandersetzung mit eingefleischten antisemitischen Stimmungen im Gemeindealltag (der „heuchlerische Pharisäer“ oder das „grausame Alte Testament“). Im Gedenken an die „Schoa“, an den Völkermord im Nationalsozialismus und in der Trauer finden wir mit unseren jüdischen Geschwistern zusammen.
8. Für uns Christen ist es unverzichtbar, mit unseren jüdischen Geschwistern im Gespräch zu bleiben.
Dabei spielt die Achtung voreinander und der Wunsch, Vertrauen zu gewinnen, eine besondere Rolle. Wir können voneinander lernen, uns gegenseitig weiterbringen und auch kritisieren, ohne das jeweils Eigene zu verlieren. Wir halten die Unterschiede in unserem Verständnis von Jesus (Prophet oder Messias) und in unserer Rede von dem einen Gott (ein Gott oder drei in einem) aus.